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PartyGaming macht's in Sachen bwin spannend





05.03.2010, Briten legen M&A-Fokus auf Sportwettenbereich - Das spricht für bwin. Es gibt aber auch ein Argument dagegen

Die bwin-Aktie marschiert am Donnerstag erneut entgegengesetzt zum ATX. Während der Leitindex leicht verliert, kann bwin weiter zulegen. Jim Ryan, Chef von bwin-Mitbewerber PartyGaming, dürfte an dieser Entwicklung nicht ganz "unschuldig" sein. Denn im heutigen Conference Call von PartyGaming anlässlich der Ergebnispräsentation hatten Investoren und Analysten primär ein Interesse: Wie es um die M&A-Pläne des Online Gaming Anbieters steht.

Und in einige Aussagen von Ryan kann hinein interpretiert werden, dass es in Richtung bwin geht. "Kurz zusammengefasst: Wir erwarten nach wie vor, dass etwas passieren wird, sind aber nicht von einer schnellen Lösung überzeugt", sagt Cheuvreux-Analyst Alfred Reisenberger nach dem Conference Call.

Fokus auf Sportwetten und Frankreich bwin und PartyGaming gelten seit Jahresbeginn als Fusionskandidaten, so machten Berichten über Verhandlungen in einem "fortgeschrittenen Stadium" die Runde. Seitdem unterstreichen beide stets, mit mehreren Unternehmen regelmässig in Gesprächen über eine Zusammenarbeit zu stehen.

Das Management von PartyGaming hat nun heute betont, im Sportwettensegment wachsen zu wollen. Hier ist man noch schwach aufgestellt, 2009 stammten gerade mal 4% der Brutto- Gaming-Umsätze aus den Sportwetten. Hinzu kommt, dass sich der französische Markt, der als Sportwetten-lastig gilt, für die Anbieter bald öffnen dürfte.

"Der M&A-Fokus auf das Sportwetten-Segment spricht für einen Deal mit bwin", so Reisenberger. Denn PartyGaming werde nicht aus eigener Kraft zu einem grossen Player in diesem Bereich wachsen können. Weiters will PartyGaming im französischen Markt - sobald dieser reguliert ist - kein Spätstarter sein. bwin wiederum ist in Frankreich mittels Kooperationspartner Amaura Group (Herausgeber der täglichen Sporttageszeitung L'Equipe und Veranstalter von Sportklassikern wie der Rally Paris-Dakar und Tour de France) bereits präsent und steht Gewehr bei Fuss.

Studien gehen für Frankreich für 2010 von Brutto-Gaming-Erträgen im Onlinegeschäft in Höhe von 950 Mio. US-Dollar aus (nach 620 Mio. Dollar für 2009). Zwischen 2009 und 2012 sollte der Markt jährlich um durchschnittlich 27% wachsen. Der französische Senat hat zuletzt für eine Gesetzesänderung in Bezug auf eine Regulierung des Online Gaming Marktes gestimmt. Die Nationalversammlung wird dies am 30. März diskutieren. "Wenn die Nationalversammlung zustimmt, wäre das eine bahnbrechende Neuigkeit", so Reisenberger. Er hat die bwin-Aktie erst gestern, Mittwoch, wieder auf die "Selected List" hochgestuft, was ein Kursplus um 5% zur Folge hatte. Contra-Argument Nach dem heutigen Conference Call hat Reisenberger aber auch ein Argument gefunden, das gegen einen Deal von bwin und PartyGaming sprechen könnte: PartyGaming sei mittlerweile im Casino-Bereich grösser als beim Poker. Und Casino steht in Frankreich nicht auf der Liste für die Liberalisierung.

Somit heisst es: Weiter warten. (bs) us dem Börse Express


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--- Ende Artikel / Pressemitteilung PartyGaming macht's in Sachen bwin spannend ---


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