Unter den letzten Spielern eines Teilnehmerfeldes von mehr als 3'300 Entries befanden sich gleich mehrere bekannte Namen der internationalen Pokerszene. Besonders im Fokus standen Daniel Negreanu und Alex Foxen, die normalerweise eher bei High-Roller-Events mit fünf- oder sechsstelligen Buy-ins anzutreffen sind.
Für Daniel Negreanu bot sich die Chance, sein achtes WSOP-Bracelet zu gewinnen. Ein Erfolg in diesem Turnier wäre für den Kanadier in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert gewesen. Zwar zählt Negreanu seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Spielern der Pokergeschichte, doch grosse Teilnehmerfelder dieser Grössenordnung gehören nicht zu seinen typischen Turniersiegen. Entsprechend gross war die Aufmerksamkeit, als er sich bis an den Finaltisch vorkämpfte.
Letztlich endete sein Turnierlauf auf Rang acht. Trotz des frühen Ausscheidens im Finale zeigte Negreanu einmal mehr, dass er auch in riesigen Starterfeldern konkurrenzfähig bleibt und nicht nur in exklusiven High-Stakes- Turnieren erfolgreich sein kann.
Ebenfalls im Rampenlicht stand Alex Foxen. Der amerikanische Profi gehörte während der entscheidenden Phase zu den Chipleadern und hatte beste Chancen auf den Titel. Für Foxen wäre ein Sieg ebenfalls etwas Besonderes gewesen. Der mehrfache High-Roller-Champion ist zwar regelmässig auf den grössten Bühnen des Pokersports vertreten, doch ein Triumph in einem Massen-Event mit mehreren tausend Teilnehmern stellt andere Anforderungen als die üblichen Turniere mit deutlich kleinerem Teilnehmerkreis.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt Foxen durch die jüngsten Erfolge seiner Ehefrau Kristen Foxen. Sie hatte nur wenige Tage zuvor ein prestigeträchtiges High-Roller-Turnier bei der WSOP gewonnen und damit bereits für Schlagzeilen gesorgt. Ein weiterer Bracelet-Erfolg innerhalb der Familie wäre eine bemerkenswerte Geschichte gewesen.
Das Turnier verdeutlichte einmal mehr, dass die WSOP immer wieder ungewöhnliche Konstellationen hervorbringt. Während Freizeitspieler und ambitionierte Amateure normalerweise die grossen Deepstack-Turniere dominieren, fanden sich diesmal zahlreiche etablierte Profis an der Spitze des Feldes wieder. Dadurch erinnerte die Zusammensetzung des Finaltisches eher an ein hochdotiertes Profi-Event als an ein klassisches Turnier im unteren Buy-in- Bereich.
Für die verbleibenden Spieler ging es um ein Preisgeld von über 200'000 US-Dollar sowie das begehrte WSOP-Bracelet, das für viele Pokerspieler als eine der höchsten Auszeichnungen der Branche gilt.
Quelle: https://www.pokernews.com/news/2026/06/negreanu-foxen-crushing-sickest-600-dollar-wsop-event-51485.htm







