09.02.2005, Lesen Sie hier den Bericht über «Warnstreik in der Spielbank Bad Homburg».
Als vollen Erfolg wertet Streikleiter Bernhard Stracke von der Bundeskoordinierung Spielbanken den Warnstreik von ver.di bei der Spielbank in Bad Homburg am 08.02.2005.
Dem Streikaufruf folgten alle MitarbeiterInnen des Lebendspieles. Das Lebendspiel war, so Bernard Stracke von 15.00- 18.45 Uhr geschlossen.
Ver.di hatte zu diesem befristeten Warnstreik aufgerufen, weil nach über zweijährigen Tarifverhandlungen zur Verteilung der Tronceinnahmen aus dem Touchbetttronc sowie Änderungen in der Besoldungsrücklage durch den Geschäftsführer Herrn Wicker bisher kein Ergebnis erreicht werden konnte. Die Gesellschaft hat den Abschluss eines Tarifvertrages mit ver.di an Forderungen aus dem ungekündigten Manteltarifvertrag, der auf Wunsch der Spielbank noch eine Laufzeit bis Ende 2006 hat, geknüpft.
So sollen die Arbeitszeiten verlängert und das spieltechnische Personal in allen Positionen eingesetzt werden können, was einer faktischen Auflösung der tariflich vereinbarten Tätigkeitsbeispielen gleich käme. Verhandlungsführer Dieter Braner von ver.di hat dies für die Tarifkommission abgelehnt und als nicht verhandelbar erklärt. Ver.di hat, so Braner gegenüber der Geschäftsleitung mehrfach Kompromissbereitschaft gezeigt. Nun ist die Geschäftsleitung am Zuge.
V.i.S.d.P: Bernard Stracke, Bundeskoordinierung Spielbanken, ver.di Bezirk Rhein-Nahe-Hunsrück, Münsterplatz 2-6, 55116 Mainz, Telefon: 06131-6272632, Fax: 06131-6272626, Mobil: 0160-90512708, Mail: Bernhard.Stracke@verdi.de
--------weiterer Artikel zu diesem Thema
Rien ne va plus: Warnstreik im Casino Von Anke Hillebrecht
Bad Homburg. Die Mitarbeiter der Spielbank und die Gewerkschaft Ver.di haben mit ihrer Drohung Ernst gemacht und gestern drei Stunden gestreikt. Von 15 bis 18 Uhr standen das Große Spiel still und die rund 30 Mitarbeiter der ersten Schicht vorm Casino im Schnee. «Dies ist bitter nötig, auch im Interesse der Stadt», sagte einer von ihnen mit grimmigem Blick. Seine feinen Schuhe verrieten allerdings, dass er von der Aktion gestern selbst überrascht worden war. Andere hingegen trugen dickes Schuhwerk, und auch für Kräppel hatte jemand gesorgt. «Ein Streik stand im Raum», sagte ein anderer Casino-Bediensteter.
Wie berichtet, sind die Mitarbeiter der Spielbank und deren Konzessionär Werner Wicker uneins in der Frage der Gehälter und Arbeitszeiten. Die Verhandlungen waren in der vorigen Woche ins Stocken geraten. «Ginge es nach Wicker, würden die Mitarbeiter nicht nur länger arbeiten, sondern dies auch noch für weniger Geld tun», schimpfte Bernhard Stracke, verantwortlich für die Bundeskoordinierung Spielbanken bei Ver.di. Schließlich würden die steuerfreien Zuschläge auf die zu leistenden Mehrstunden umgelegt, demnach also dezimiert. Von 30-prozentigen Umsatz-Einbußen war die Rede. Das halten die Mitarbeiter für ungerecht – schließlich habe Wicker in guten Zeiten kräftig mit ihnen verdient.
Als sei dies nicht genug, fordere der Konzessionär nun auch noch, dass jeder Mitarbeiter zu allen anfallenden Arbeiten im Casino herangezogen werden kann, wie Stracke beklagte. Zwar sei der Tarifvertrag noch bis 2006 gültig, doch danach drohe obendrein die «Aufweichung» des Berufsbildes. Obwohl man im Casino Bad Homburg ohnehin schon sehr flexibel sei, so Stracke. «Und wir haben keinen adäquaten Nachwuchs», schimpfte ein Mitarbeiter.
Für manchen Kollegen sei das Vorgehen existenzbedrohend, wie es aus der streikenden Menge hieß. «Wicker geht mit uns um wie ein Großbauer mit seinem Hof», sagte ein Spielbank-Bediensteter. Mit ihm zu reden, sei schwer möglich, da er sich «hinter seinem Konsortium verstecke». Werner Wicker war frühzeitig über den Ausstand im Kurpark informiert – die Mitarbeiter von Automatenspiel und Rezeption beteiligten sich nicht am Streik, und die Spielbank-Leitung bemühte sich telefonisch um Ersatz fürs Große Spiel. Ob die Tatsache, dass im Bad Homburger Casino erstmals in seiner Geschichte gestreikt wurde, ihn zum Einlenken anregt – darüber wollte sich Wicker gestern nicht äußern. «Es ist nur ein Warnstreik, das kann nicht lange dauern», meinte er. In Wiesbaden sei ja schon einmal drei Wochen gestreikt worden.
Der Konzessionär meint, sich hinreichend ums Wohl seiner Mitarbeiter zu kümmern. «Ich habe mich nach Kräften bemüht, das Beste für sie zu tun», sagte er auf TZ-Anfrage. Und in puncto Arbeitsplatzbeschreibung: «Wir wollen keine Neueinstellungen, sondern mit vorhandenen Kräften auskommen. Das erfordert flexibleren Arbeitseinsatz.»
Mitten im schönen Kurpark steht das historische Brunnensälchen, in dem die Spielbank Bad Homburg ihren Sitz hat. Hier wurde schon vor über 150 Jahren das klassische Roulette gespielt, inzwischen aber haben auch das amerikanische Roulette, Baccara, Black Jack und Poker sowie im separaten 'Kleinen Spiel' moderne Automaten einschliesslich einer Super-Jackpot-Anlage Einzug gehalten.
Weitere Nachrichten der Gaming-Branche |
Staatssekretärin Martina Hirayama auf Wissenschaftsmission in den Golfstaaten
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI, 12.05.2025 Portal Helpnews.ch, 12.05.2025212 Firmengründungen am 12.05.2025 – Aktuelle Publikationen im Schweizer Handelsamtsblatt (SHAB)
Portal Helpnews.ch, 12.05.2025
13:01 Uhr
Fünf Outfits, die dir am Flughafen das Leben schwer machen »
12:41 Uhr
KOMMENTAR - Deeskalation im Handelsstreit: Eine wichtige ... »
12:21 Uhr
Zwei Rumänen durchsuchen leerstehende Häuser in Brienz GR »
12:02 Uhr
Geldberater zu Neuregelung: Höheres Gehalt im Jahr 2026: Mit der ... »
10:41 Uhr
Sowjetische Sonde nach 53 Jahren ins Meer gestürzt »
A. Vogel Bio Herbamare 3x10g
CHF 4.35
Coop
A. Vogel Bio Kelpamare
CHF 4.85
Coop
A.Vogel Bio Herbamare Kräutersalz
CHF 4.75
Coop
A.Vogel Bio Herbamare Kräutersalz
CHF 3.40
Coop
A.Vogel Bio Herbamare Kräutersalz
CHF 14.90
Coop
A.Vogel Bio Herbamare Kräutersalz Spicy
CHF 6.45
Coop
Aktueller Jackpot: CHF 2'121'342