Die seit Januar geltende Bestimmung erlaubt es, Spielverluste nur noch bis zu 90 Prozent der erzielten Gewinne steuerlich abzuziehen. Dadurch können Spieler auch dann auf einen rechnerischen Gewinn besteuert werden, wenn sie wirtschaftlich keinen tatsächlichen Überschuss erzielt haben.
Die Änderung war im vergangenen Jahr durch ein umfangreiches US-Gesetzespaket beschlossen worden. Die IRS ist für die Umsetzung zuständig, kann die gesetzliche Regelung jedoch nicht selbst aufheben.
An der Anhörung nahmen unter anderem die Kongressabgeordnete Dina Titus aus Nevada, die Pokerautorin Sara O’Connor, der Content Creator Joshua Thatcher sowie die Pokerspielerin und Kommentatorin Katie Stone teil. Sämtliche Wortmeldungen fielen kritisch aus.
Die Gegner der Regelung befürchten erhebliche Folgen für professionelle und private Spieler. Nach ihrer Einschätzung könnte die neue Besteuerung dazu führen, dass Spieler weniger Aktivitäten deklarieren, auf nicht regulierte Angebote ausweichen oder ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen.
Mehrere Teilnehmer forderten zudem klare Vorgaben zur Behandlung von Buy-ins, Gebühren und geschäftlichen Auslagen professioneller Pokerspieler. Der Pokerbeobachter Todd Witteles schlug vor, die Umsetzung aufzuschieben, damit die Folgen genauer geprüft und politische Bemühungen für eine Gesetzesänderung fortgesetzt werden können.
An der Anhörung beteiligten sich ausserdem Vertreter der American Gaming Association, der Pokerprofi James Cloutier sowie der auf Glücksspielsteuern spezialisierte Berater Gary Kondler.
Quelle: https://www.pokernews.com/news/2026/07/poker-players-speak-about-gambling-tax-51929.htm






