Shaun Deeb beendete die Turnierserie als Führender der WSOP-Player-of-the-Year-Wertung. Er gewann sein neuntes Bracelet, erreichte bei einem weiteren Turnier den zweiten Platz und kam auch im Main Event weit. Insgesamt erzielte er Preisgelder und Bountys von 956’086 US-Dollar.
Trotz dieser Erfolge fiel sein tatsächlicher Gewinn deutlich tiefer aus. Nach 122 Turnierteilnahmen beziehungsweise Re-Entries und lediglich sechs Geldplatzierungen verblieb Deeb nach eigenen Angaben ein Plus von 89’286 US-Dollar. Dies entspricht einer Rendite von rund 10,3 Prozent, wobei persönliche Reise- und Aufenthaltskosten offenbar nicht berücksichtigt wurden.
Finanziell deutlich erfolgreicher verlief die WSOP für Daniel Negreanu. Der Kanadier gewann sein achtes Bracelet, erreichte neun Geldplatzierungen und gab seinen Gewinn für die Turnierserie mit rund 1,69 Millionen US- Dollar an. Zusätzlich gewann er erstmals die mit 250’000 US-Dollar dotierte Fantasy League zur WSOP.
Auch weitere Profis veröffentlichten ihre Sommerbilanz. Jeremy Ausmus erzielte bei 44 Teilnahmen neun Geldplatzierungen und Preisgelder von insgesamt 842’961 US-Dollar. Da er überwiegend hochpreisige Turniere spielte, lässt sich daraus jedoch kein verlässlicher Nettogewinn ableiten.
Josh Arieh nahm an 42 Turnieren teil, investierte insgesamt 69 sogenannte Bullets und erreichte 15 Geldplatzierungen. Zu seinen wichtigsten Resultaten gehörten zweite Plätze im 50’000-Dollar Poker Players Championship und im 10’000-Dollar H.O.R.S.E. Championship. Seine genaue Gewinnbilanz machte er nicht öffentlich.
Besonders deutlich fiel das Ergebnis von Darren Rabinowitz aus. Bei Buy-ins von insgesamt 105’220 US-Dollar gewann er Preisgelder von 792’551 US-Dollar. Daraus ergab sich ein Gewinn von 687’331 US-Dollar. Entscheidend war sein Sieg beim abschliessenden 5’000-Dollar No-Limit-Hold’em-Turnier, der ihm 695’256 US-Dollar und sein zweites Bracelet einbrachte.
Jamie Dwan erzielte das höchste veröffentlichte Ergebnis der genannten Spieler. Er investierte rund 185’000 US-Dollar in 71 Turnierteilnahmen und gewann insgesamt etwa 2,59 Millionen US-Dollar. Der grösste Anteil davon stammte aus seinem Sieg beim 50’000-Dollar High Roller, für den er knapp 2,28 Millionen US-Dollar erhielt.
Die Zahlen zeigen, wie stark die tatsächliche WSOP-Bilanz von einzelnen Spitzenergebnissen abhängt. Selbst Spieler mit Bracelet-Siegen und hohen Preisgeldern können nach Abzug zahlreicher Buy-ins nur einen vergleichsweise kleinen Gewinn erzielen.
Quelle: https://www.pokernews.com/news/2026/07/how-much-did-pros-make-at-2026-wsop-51920.htm






